SF Doku „Tod nach Plan“

Gestern Abend sahen ganz viele Leute in der Schweiz sich die Doku- Sendung auf dem SF1 an „Tod nach Plan“. In der Doku wurde ein gezeigt wie André Rieder (56), ein manisch depressiver Arzt, seinen Freitod plante und dank der Sterbeoranganisation Exit durchgezogen hatte und sich somit am 01.12.2010 sich das Leben nahm.

Ich kann Euch nicht sagen warum ich die Doku geschaut habe- vielleicht weil ich versuche mich vermehrt mit dem Tod auseinander setzen musste? Oder um zu schauen wieviel ich wieder vertrage?
Auf jeden Fall war es eine Sendung, welche jeder zum Nachdenken brachte.

Heute Morgen bei unserer Frauenkaffeeklatschrunde war es ein grosses Thema und verschiedene Standpunkte, teils gleiche Meinung ergaben sich.
Es ist ein heikles Thema, dass sind wir uns alle bewusst: Das Thema Tod ist heute noch ein Thema, welches nicht wirklich gesellschaftsfähig ist und erst recht nicht der Freitod.

Meine Meinung:
– Es ist besser wenn die Leute, die keinen Ausweg mehr sehen, zu Exit gehen als wenn sie sich von einen Zug schmeissen und somit noch andere Leute damit reinziehen.
– Ich kann es verstehen, wenn es Leute gibt, die eine schwere Krankheit haben und die Angst zu gross ist wie und wann sie sterben werden und somit den Weg mit Exit wählen.

Ich habe aber auch mit ein paar Dingen Mühe, die einen sind aus meiner persönlichen Situation raus.
Ich finde, dass Exit nicht in einem Wohnblock stationiert sein sollte, sondern in einem abgelegenen Haus, nicht nur als Schutz für die Mitbewohner sondern auch als Würde für die Menschen die Sterben möchten.
Bei Menschen wie André wo nicht sterbenskrank sind sondern eine psychische Erkrankung haben empfind ich es als ein heikles Thema.
Auch wenn sich die Freunde von ihm so verabschieden konnten, war es kein einfacher Weg. Er hat auch mit diesem Weg viele offene Fragen hinterlassen und eine grosse Trauer oder sogar Verständnislosigkeit. Für die Freunde war es wahrscheinlich nicht realisierbar als er jeweils die Haustüre verlassen hatte- wie kann es sein, dass sie ihn niemals mehr sehen, weil man keine „richtige Krankheit“ an ihm sah, keine Wunden äusserlich.
Für mich war es das Schlimmste als ich hörte wie er zu einem Freund das Datum nannte… Hätte ich nicht auf dem Sofa gesessen, dann wäre ich umgefallen. Mein Herz fiel ein paar Stockwerte runter. Wieso genau an diesem Tag?
An diesem Tag gab es einige Menschen, welche einen Menschen verloren haben, welcher eigentlich noch Leben wollte…. Wo eine Krankheit entschieden hat, dass er gehen musste und nicht er selber… Und diese Person hätte wahrscheinlich André den „Kopf gewaschen“.
Da fragt man sich wie ein Mensch wie André so egoistisch sein kann und sein Leben „selber“ beendete….
Klar kann man sagen, für ihn war es so nicht lebenswert und so spielt das Leben…

Das sie es geschafft haben, dass der Tod kein Tabuthema mehr sein wird denke ich nicht. Sie haben es aber geschafft, dass sich die Leute nach dieser Sendungen einige Gedanken machen werden.
Den Freunden und Bekannten von André wünsche ich, dass sie es schaffen zu verarbeiten, zu akzeptieren und damit zu Leben. Sie haben einen geliebten Menschen auch unfreiwillig verloren und da spielt es keine Rolle auf welche Art und Weise….

Wer die Sendung verpasst hat hier:
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=4565f15b-383e-457b-9b09-ea17fad3b56d

Der nächste Beitrag wird ein fröhlicheres Thema sein, versprochen!

Eure Missa

Valentinstag

… Morgen ist es wieder einmal mehr soweit, der Valentinstag steht vor der Tür. Für viele ein Graus. Warum?

– Es muss kein bestimmter Tag geben, an dem man an seine Liebe denkt und diese beschenkt, man sollte auch unter dem Jahr an sie denken…
-> Dann müsste es wohl auch keinen Muttertag geben… Und sind Leute dieser Meinung, welche auch wirklich sich mal richtig Zeit für ihre Liebe nehmen oder ist es einfach eine Ausrede?

– Es ein Tag ist, welche hauptsächlich die Geschäfte profitieren…. Reine Geschäftemacherei…
-> Die einen Geschäfte profitieren auch an Weihnachten, Ostern, Muttertag oder sonstigen Feiertagen…

– Ein „Zwang“ der Liebste/dem Liebsten was zu schenken und zwar nicht ideenlos…
-> Ich brauch keine Geschenke um zu wissen, dass mein Liebster an mich denkt, Zeit ist mir viel wertvoller..

– Für Singles ein gefrusteter Tag….
-> Und genau darum glaub ich, dass es solche Aussagen wie oben gibt...

Mir hat der Valentinstag noch nie viel gesagt, da ich früher um diese Jahreszeit mit meinem Verein unterwegs war und den Tag nicht wirklich wahrgenommen hatte oder zu wenig romantische Männer in meinem Leben waren, obwohl ich seit über 10 Jahren jedes Jahr von der gleichen Person eine SMS erhalte und somit daran erinnert werde.
Kein anderer wie dieser Tag wird von vielen Leuten gehasst, was eigentlich traurig ist, denn es geht um etwas vom Schönsten im Leben….
Falls ich jemals wieder die Liebe meines Lebens habe, würde ich diesen Tag noch so gerne dafür feiern- auf meine Art und Weise, nicht gefrustet, nicht erzwungen, nicht gekünstelt….

Somit wünsche ich allen Frischverliebten und Verliebten einen wundervollen Valentinstag und ich hoffe er endet nicht gefrustet! 🙂
Allen Singles wünsch ich trotz den vielen Herzen überall einen schönen Tag und ignoriert sie soweit wie ihr könnt und geht abends mit Kollegen oder Freunden was trinken- lenkt ab… Man kann an diesem Tag auch einfach mal seinen Freunden danke sagen für alles! 🙂
Und sonst nehmt euch das nächste Jahr frei und bleibt den ganzen Tag im Bett, dass es erträglicher ist… 😉

Eure Missa

Gute Erfindung…

… für Frauen wie mich, wo fast keine Schals besitzen oder für Männer mit Krawatten und Schals 😉

Original

Eure Missa